Australien – die Faszination des Kontinents Down Under kennt keine Grenzen.
Kängurus, Koalas und die lockere Lebensweise der Aussies ist für viele ein Traum – doch Australien ist nicht nur eines der aufregendsten Reiseziele der Welt. Auch die Weine vom anderen Ende der Welt haben sich in den letzten Jahrzehnten enorm entwickelt und es gibt immer mehr kleine Boutique-Weingüter, die sich von den großen Massenweinen absetzten und ihr Terroir und Rebmaterial perfekt in Szene setzten.
Victoria – Heimat von Australiens besten „Burgundern“
Die Weinregion Victoria in Australien ist eine der vielfältigsten und faszinierendsten Weinregionen des Landes. Mit einer Vielzahl von Klimazonen und Terroirs bietet Victoria eine beeindruckende Palette von Weinstilen und -sorten. Die Region erstreckt sich über eine Fläche von etwa 227.000 Quadratkilometern – das ist halb so groß wie Frankreich!
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und die 10. landete dieses Jahr Weihnachten auf unserer Tafel, knusprig gebraten und schön angerichtet mit Maronen, Rotkohl und Semmelknödeln. Dazu wurde ein hochklassiger Grand Cru aus dem Burgund gereicht: Der 2008er Corton Clos des Vergennes Grand Cru Monopole von der Domaine Cachat-Ocquidant.

Rubinrot mit deutlichen granatfarbigen Reflexen schimmerte er im Glas. Zunächst bei 16° Trinktemperatur noch etwas verschlossen, entwickelte er wunderbar fruchtige Noten von Kirsche und Cassis, gepaart mit herzhaften Aromen von Unterholz, Kräutern und Leder.
Am Gaumen dann der große Auftritt: Wunderbar harmonisch ergänzten sich saftige Frucht von roten Kirschen mit warmer Würze, kräftigen, dabei aber weichen Tanninen und mineralisch geprägter Säure. Ein perfekt aufeinander abgestimmtes Konzert, das im Wechselspiel mit der Gans die richtige Bühne fand. Mit seinen 13,5% Alkohol und der belebenden Säure hatte der perfekt gereifte Wein genau soviel Körper und Kraft, um das Gericht bekömmlich zu halten, ohne selbst zu schwer zu geraten.
Dabei war das feinwürzige Geschmacksprofil der kräftig abgeschmeckten Sauce und den Beilagen ein ebenbürtiger Partner.
Ein Klasse Wein, ganz klassisch kombiniert. Wer nicht erst einen Vogel in den Ofen schieben möchte, oder auf Fleisch lieber ganz verzichtet, dem empfehle ich zu diesem Wein Pilze in Kräuterbutter auf leicht angerösteten Semmelknödeln im Walnuss-Wirsingbett.
Und abschließend mein Rezept-Tipp:
Gänsebraten, klassisch:
Eine Gans, ca. 5 kg, küchenfertig, innen und außen salzen und pfeffern, mit der Fleischgabel ein paar Mal einstechen, und mit der Brust nach unten in einen Bräter legen.
Beifuß, Thymian und nach Belieben auch Rosmarin um die Gans legen und mit einem halben Liter kochendem Wasser aufgießen.
Bei 220 Grad Umluft offen im Ofen garen, dann wenden und 60 bis 90 Minuten bei leicht reduzierter Temperatur, ca. 180 Grad, weitergaren.
Inzwischen das Suppengemüse würfeln: 2 Zwiebeln, 2 Möhren und ein Stück Sellerie nach Belieben.
Das überschüssige Fett aus dem Bräter abschöpfen und das Suppengemüse zusammen mit Majoran zur Gans geben.
Gegen Garende die Haut mit kaltem Salzwasser oder Zuckercouleur bepinseln und bis zum gewünschten Bräunungsgrad weiterbraten.
Dann die Gans aus dem Bräter nehmen, den Bratensatz mit Wasser und trockenem Rotwein lösen und das Gemüse durch ein Sieb in die Sauce passieren. Falls gewünscht, die Sauce mit glatt gerührter Stärke oder Mehlbutter etwas andicken.
Zum Tranchieren empfehle ich ein Geflügelmesser. Die Gans auf einer vorgewärmten Platte anrichten und mit Kartoffelklößen und Rotkohl servieren.
Das australische Weingut Bass Phillip genießt in seiner Heimat absoluten Kult-Status. Um eine Zuteilung der raren Pinot Noirs und Chardonnays des nur 14ha großen Weinguts bemühen sich langjährige Privatkunden auf der Mailing List ebenso wie die besten Restaurants des Landes. Der legendäre Reserve Pinot Noir, gemeinhin als Australiens bester und teuerster Pinot Noir gefeiert, wurde sogar schon als der „Romanée-Conti der südlichen Hemisphäre“ bezeichnet. (mehr …)
Schloss Lieser ergänzt unser Portfolio der Mosel-Weingüter um einen weiteren hochdekorierten Betrieb. Wir sind sehr stolz, mit Schloss Lieser einen weiteren Betrieb der Familie Haag in unserem Sortiment vertreten zu haben. (mehr …)

2020 markiert das 20-jährige Bestehen von Hyde & de Villaine
Grund genug für uns, Ihnen zu diesem Jubiläum dieses herausragende Unternehmen, das wie kaum ein zweites die neue und die alte Weinwelt in sich vereint, etwas genauer vorzustellen!
Hyde & de Villaine Wines
Ansässig in: Carneros AVA, Napa Valley, Kalifornien, USA
Produktion: Chardonnay, Pinot Noir, Syrah, Bordeaux-Blend
Gründungsdatum: 2000 von Larry Hyde und Aubert de Villaine
Hyde de Villaine ist ein gemeinsames Projekt von Larry Hyde aus Napa, Kalifornien, und dem Ehepaar Pamela und Aubert de Villaine aus Burgund, Frankreich. Somit trifft sich hier geballte Kompetenz!
Larry Hyde kaufte bereits 1979 die ersten Parzellen Reben in Carneros, die uns heute als Hyde Vineyard bekannt sind
Pamela de Villaine ist die Cousine von Larry Hyde und so kam es, dass Aubert de Villaine, DER große Name hinter der Domaine de la Romanée Conti in Burgund, auch schon recht früh beratend in diesem Unternehmen involviert war.
Im Jahr 2000 startete offiziell das gemeinsame Projekt, das wohl die „burgundischsten Weine Kaliforniens“ produziert. Dies war von Beginn an die Inspiration, da die Weine von Trauben aus dem Hyde Vineyard eine bemerkenswerte Mineralität und Präzision aufwiesen.
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Bereits um kurz nach 5 in der Früh klingelt der Wecker. Er reißt mich jäh aus dem Schlaf, doch ich bin sofort hellwach und elektrisiert. Die letzten Tage hatte ich in der pulsierenden Weinmetropole San Francsico verbracht und nun geht es endlich los nach Napa. Der Morgen ist kühl, doch die Heizung in meinem Ford Focus, der mir neben einigen der hiesigen Autos erschreckend klein vorkommt, wirkt gut und zügig – und so beginne ich den Weg queer durch San Francisco in Richtung Golden Gate Bridge. Einen kleinen touristischen Stopp habe ich noch eingeplant vor den großen Weinabenteuern. Also verlasse ich den Highway und steure auf eine kleine Straße, die sich in Serpentinen bergaufwärts schlängelt. Über die Motorhaube wabern Nebelschwaden, die mit jeder Kurve dichter werden, bis ich schließlich den Parkplatz des Aussichtspunkts erreiche, noch einen strammen Marsch einen schmalen Weg hinauf und ich erreiche das Ende einer Klippe. Es ist 07:06 Uhr in 9 Minuten sollte die Sonne aufgehen, die dann Golden Gate Bridge und Skyline von San Francisco in ein weiches Gold taucht. Sollte… ja sollte.

Die Stadt ist von einer unfassbar dichten Nebelwand umschlossen, die sich minütlich weiter voran schiebt, das Land wie das Meer in sich verschlingt und sich samtartig um alles schmiegt. Pünktlich zum Sonnenaufgang hat sich die Wand aus Nebel auch die letzten Reste der Golden Gate Bridge einverleibt und ich schaue auf eine graue Wand hinaus. Ein eisiger Wind und Temperaturen nahe der 32° Fahrenheit laden nicht wirklich zum Verweilen ein, und so schaffe ich es doch recht zügig, mich von der Kulisse zu lösen.
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Die herausragende Klasse des etablierten Champagnerhauses Agrapart & Fils zeigt sich auch in diesem Jahr. Dies wird durch die sensationelle Bewertung von Robert Parker bestätigt, der das 1894 gegründete Champagner-Haus als „one of the Côte de Blanc‘s finest vignerons“ bezeichnet. Nicht nur der Basis-Grand Cru des Hauses „Les Terroirs“, die aus den berühmten Grands Crus Avize, Cramant, Oger und Oiry komponiert wird, führt in seiner Klasse das Feld mit 94 Punkten an. Auch die Grands Crus Minéral, Avizoise und Vénus 2012 schneiden mit 95, 95+ und 96 Punkten herausragend ab. Dabei besticht der Blanc de Blancs Minéral durch Aromen von reifen Zitrusfrüchten, grünem Apfel und einer markanten Mineralität bei rassigem Säuregerüst. Der Vénus zeigt sich vollmundig mit Noten von weißem Pfirsich, Birne mit langem salzigem Abgang. Vor allem der Blanc de Blancs Grand Cru Avizoise spiegelt mit seiner Kraft und beträchtlichen Konzentration den ebenso kraftvollen Jahrgang wider.
Lassen Sie sich dieses Geschmackserlebnis nicht entgehen und überzeugen Sie sich selbst von der herausragenden Qualität von Agrapart et Fils.
Frank Kämmer ließ den Schluck Wein durch den Mund spielen, drehte sich zum Restweingefäß, grinste und drehte sich wieder weg. Offensichtlich hatte er während dem Verkosten beschlossen, dass dieser Tropfen zu gut zum Ausspucken sei. Das ist ein potentieller 100 Punkte Wein, raunte er dann zu mir rüber und wirkte offensichtlich sehr zufrieden mit dem, was Stephane Ogier aus dem Jahrgang 2017 erschaffen hat. Der 2017er Côte-Rôtie La Belle Hélène beendete eine denkwürdige Verkostung bei Stéphane Ogier. Ein Wein mit dem Potential, ein legendärer Wein zu werden, sieht ihn doch die gesamte Fachpresse ganz weit vorne, wobei sich Verkoster wie Dunnuck und Parker nur nicht darüber einige sind, ob nun La Belle Hélène, Lancement oder La Côte Blonde die gelungenste Cuvée darstellen. Einig sind sich aber alle darin, dass Stéphane Ogier auch im Jahrgang 2017 ein ganz großer Wurf gelungen ist. Wir freuen uns bereits auf die Weine des Jahrgangs 2017 und wünschen bis dahin viel Vergnügen mit den weiteren Weinen von Stéphane Ogier.
Eines der östlichsten Gebiete Frankreichs, das Elsass, eine sehr bewegte Region: Der Rhein trennt das Elsass von Deutschland, doch die Geschichte ist gleichermaßen geprägt von beiden Nationen. Das gesamte Mittelalter hindurch war Elsass Teil des Heiligen Römischen Reichs. Im Zuge des Dreißigjährigen Kriegs marschierten im Jahr 1639 französische Truppen ins Elsass ein, um dort einen weiteren Einfluss der spanischen Habsburger zu verhindern. Der westfälische Frieden von 1648 zementierte die Herrschaft Frankreichs über das Elsass bis zum Ende des Deutsch-Französischen Kriegs. Mit dem Frieden von Frankfurt 1871 gerieten sowohl die deutsch- als auch französischsprachigen Teile Elsass-Lothringens bis zum Versailler-Frieden 1918 unter deutsche Herrschaft. (mehr …)
Spricht man im Burgund von „Climat“ so schaut man nicht gen Himmel, man schaut auf den Boden. Auf die feinen Unterschiede, die Bodenstruktur, die Hangneigung, die jedes einzelne Climat zu etwas ganz Besonderem machen.
Die Geschichte des Burgunds ist lang und geologische Zusammenhänge, die noch heute die Climats prägen, haben ihren Ursprung in tropischen Meeren, die vor mehr als 250 Millionen Jahren das heutige Burgund bedeckten. Abfolgen von Kalk und Mergel unterschiedlicher erdgeschichtlicher Epochen von Comblanchien, Cronoiden bis Prémeaux erinnern noch heute eindrucksvoll an Heben und Senken des urzeitlichen Meeres. (mehr …)