Die Familie Paillard baut nun schon in der 8. Generation Wein in der Champagne an. Im Jahr 1946 wurde die eigene Marke in Bouzy von Pierre Paillard gegründet. Der Betrieb wird heute von seinem Sohn Benoît Paillard geleitet, während mit Antoine Paillard bereits die nächste Generation in den Betrieb drängt. Die Weinberge der Familie verfügen über einen für die Region ungewöhnlich hohen Chardonnay-Anteil, die Rebstöcke weisen ein bemerkenswert hohes Alter auf. Einige Lagen wurden bereits Mitte der 50er Jahre angelegt. Die Weine werden gesondert nach Rebsorten und Parzellen ausgebaut. Vermehrt setzt man auch im Hause Paillard auf Einzellagen-Cuvées, die den einmaligen Charakter von Region und Rebbestand einfangen. Die Grundweine werden alle auf der Feinhefe ausgebaut und durchlaufen den biologischen Säure-Abbau. So entstehen druckvolle Champagner mit Tiefe und Charakter, die nur in geringen Mengen mit Dosage versehen werden.
Die Weine sind außerordentlich rasant. Mit geringer Dosage verkörpern sie einen außergewöhnlich reinen Champagner-Genuss. Noch sind die Weine der Brüder Geheimtipps, dennoch fanden sie bereits im Meiningers Sommelier Magazin Erwähnung als Tipp für Bouzy.
Im Nordwesten der Côte de Blancs in Cramant befindet sich das Weingut der Familie Glavier. Insgesamt 4,5 Hektar bewirtschaften Philippe und seine Frau Véronique nun schon in 3. Generation.
Die insgesamt 49 Parzellen der Familie verteilen sich neben Cramant auf die weiteren Grand-Cru-Dörfer Mensil Sur Oger, Oger und Avize. Auf den Kreide-Böden mit dünner Auflage findet der Chardonnay beste Voraussetzungen, sein herrlich mineralisches Gesicht zu zeigen. Der Ausbau der Weine erfolgt im Stahltank mit anschließendem Ausbau auf der Feinhefe. Die malolaktische Gärung wird während dem Ausbau vollzogen. So entstehen frische, mineralische Blanc de Blancs mit weichem Mundgefühl auf aller-höchstem Grand-Cru-Niveau.
Der Weingutsbesitz entstand durch die Hochzeit von Yves Pertois und Janine Moriset. Beide entstammen alten Winzerfamilien der Côte des Blancs. 1951 entschieden sich die beiden, in Mensil sur Oger Champagner unter eigenem Namen zu vermarkten.
Heute wird das Weingut in der dritten Generation von der Enkelin Cécille und ihrem Mann Vincent geführt. Es erstreckt sich mittlerweile auf 12 Hektar mit Chardonnay bestockter Rebfläche an der Côte de Blancs sowie 6,5 Hektar mit Pinot Noir und Chardonnay bestockter Weingärten an der Coteaux Sézannais.
Diese Weingärten werden schonend bearbeitet, ohne dabei dogmatisch einer Philosophie anzuhängen. 2009 wurde noch einmal umfassend in Ausstattung, Cuverie und Kellertechnologie investiert. So ist man heute in der Lage, durch genaue Temperaturführung die malolaktische Gärung zu unterbinden, um die typische Frische der Côte des Blancs einzufangen.
Die Wurzeln des Unternehmens lassen sich bis ins Jahr 1776 zurückverfolgen, und noch heute bewirtschaften Mutter Pascale, Vater Philippe und Sohn Sébastien Mouzon das 7,5 Hektar große Weingut gemeinsam. Die Verantwortung trägt aber mittlerweile Sohn Sébastien, wobei der Genrationswechsel früh eingeleitet und auch konsequent vollzogen wurde. So stellte man bereits 1997 auf biologische Bewirtschaftung um, 2008 vollzog man auf Sébastien Wunsch die komplette Umstellung auf biodynamischen Anbau. Diese Umstellung geschah aus der tiefen Überzeugung, dass nur der gesunde Austausch zwischen lebendigen Böden, Klima und Rebstöcken einen wahrhaften Champagner mit unverwechselbarem Terroirbezug schaffen kann. Die so entstandenen Champagner werden als Natural by Sébastian Mouzon vertrieben, während die „nur“ biologische Serie von Pascale und Philippe ausläuft.
Gelegen in der Montagne de Reims im Städtchen Verzy genießen sämtliche Cuvées Grand Cru Status. Die per Pferdepflug bewirtschafteten Reben stehen hier auf lehmigen Kalk- und Kreide-Böden, wobei im Osten der Stadt vor allem Chardonnay gedeiht, während die westlichen Weinberge, wie so oft in der Montagne, dem Pinot Noir vorbehalten sind.
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Im Jahr 1936 beginnt im Vallée de la Marne die stolze Geschichte von Champagne Heucq Père et Fils. In diesem Jahr beschloss Gründer André Heucq Champagner, die er zunächst nur für den eigenen Verbrauch herstellte, zu vermarkten. Sein Sohn Roger legte weitere Rebflächen auf den tonreichen Böden von Cuisles an, und dessen Sohn André definierte den Stil des Hauses.
André war sich dabei nie zu schade, den unbequemen, den traditionellen, handwerklichen Weg zu gehen. Er stellte die Bewirtschaftung auf biodynamischen Anbau um, kaufte gebrauchte Fässer von Winzern aus Meursault, um einigen Weinen noch mehr Tiefe zu verleihen, und begann sich noch mehr auf die Rebsorte des Marne Tals, Pinot Meunier, zu fokussieren.
Der Fokus auf Pinot Meunier führte dazu, dass man heute im Hause Heucq unter Leitung von Fanny und Alexandre Heucq 2 verschiedene Rosé produziert. Vor allem der Rosé Phase 1 darf als besondere Spezialität des Hauses betrachtet werden, wird er doch zu 100 % aus Pinot Meunier gekeltert, während die rasante Kraft in Phase 2 durch 30 % Chardonnay gezügelt wird.
Dabei sind die Weine stets absolute Preisleistungs -Wunder. So überzeugte der Basis Champagner Heritage Blanc de Meunier auch im Meininger Vergleich mit 92 Punkten als mit weitem Abstand günstigstem Champagner im gesamten Vergleich.
In dem kleinen Dörfchen Trépail, nördlich von Ambonnay, wird im Weingut Fabrice Bertemés bereits in der vierten Generation Weinbau betrieben. Die mindestens 25 Jahre alten Reben stehen in diesem als 1er Cru klassifizierten Ort auf mit Mergel und Ton durchmischten Kreideböden. Die Arbeit im Weinberg folgt den Regeln der lutte raisonnée. So geht es im Keller eher darum, das im Verlauf des Jahres erarbeitete Potenzial zur erhalten als zu verändern oder gar zu verfälschen. Die weißen Champagner bestehen zu großen Teilen aus Chardonnay; Pinot Noir soll lediglich den Eindruck des Chardonnays abrunden. Die Fermentation erfolgt traditionell in Cuves ein weiterer Ausbau in Holz findet nicht statt. Ebenso wird auf die malolaktische Gärung komplett verzichtet mit dem Ziel, die frische, spritzige Frucht der Weinberge auf die Flasche zu bringen.
Im äußersten Süden der Champagne an den Ufern des Fluss Aube befinden sich die Weinberge Eric Collinets, rund um das Örtchen Bargelogne. Weit abseits vom Zentrum der Champagne um Reims wachsen die Reben hier auf Kimmeridge-Kalk, ähnlich dem Chablis und erhalten so eine ganz besondere mineralische Prägung.
Bereits im Jahr 1987 zog es Eric aus seiner Heimat im Limousin in die Champagne. Seiner Liebe zur Natur und zum König der Weine wegen begann er mit der Bewirtschaftung von 2 Hektar Rebfläche. Die Bewirtschaftung dieser kleinen Fläche im Einklang mit der Natur war stets Erics Ziel, sodass er den Betrieb auf biologische Bewirtschaftung umstellte und im Jahr 2011 zertifiziert wurde.
Eric produziert lediglich eine Cuvée aus 98 % Pinot Noir und ein wenig Chardonnay. Ein Wein, so eigenständig wie sein Erzeuger und seine besondere Herkunft.
Recently we had some questions about german wine so we took the time to answer some of these questions in order to help out our international customers.
Versteigerung
The wines indicated as Versteigerungswein are special reserve wines of the winery. These wines are of the highest quality produced in that vintage and will only be offered for sale at the VDP – Versteigerung, where only Germany’s most important distributors will be able to buy them for their customers. After that some of the wines will be held back by the winery in order to mature at their cellars and may be sold years later again at the auction. Therefore, these wines command exceptional prices as they offer exceptional quality.
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Viel wird geredet über die Neue und die alte Welt des Weinbaus. Als grobe Einteilung gilt etwa Europa und seine Anbaugebiete als „alte Welt“ während alles nicht europäische in der Regel als „neue Welt“ gilt. Oft schwang oder schwingt mit dieser Unterteilung auch eine geschmackliche Einteilung mit.
Die „klassischen“ europäischen Weine sind die Weine für den Kenner, den großen Genießer, die Weine mit Lagerungspotential und Charakter. Weine die Ihre Herkunft spiegeln, Weine mit echtem Terroir-Bezug eben. Auf der anderen Seite sind die Weine der neuen als sogenannte „gemachte“ Weine. Die Jahrgänge zeigen kaum Unterschiede, einen Bezug zur Herkunft gibt es ob der zu laxen geographischen Bestimmungen eigentlich nicht, die Weine sind nahezu unendlich extrahiert, vollkommen überladen mit Holz und eigentlich entbehren sie jeglicher Qualität der klassischen Weine.
Vorurteile können doch so schön sein…
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Nachdem die Rhône Experten Parker und Dunnuck bereits die Weine der südlichen Rhône im Kierdorf-Portfolio mit reichlich Punkten bedachten, legt das Fachmagazin Vinum mit einer verdeckten Bewertung der nördlichen Rhône nach. (mehr …)